REAKTIONEN AUF DIREKTE UND INDIREKTE GEWALT

Wie kann ich mich verhalten, um zu verhindern, Opfer einer Gewalttat zu werden?

1.     Ich prahle nicht mit meinem Besitz (z.B. neues Top-Handy). Somit lenke ich nicht die Aufmerksamkeit von Neidern oder Dieben auf mich.

2.     Ich achte darauf, beim Bezahlen (z.B. des Pausenbrötchens) keinem Einblick in meine Brieftasche zu gewähren.

3.     Ich führe keine großen Geldsummen mit und achte darauf, das mitgeführte Geld an verschiedenen Stellen aufzubewahren (Brieftasche, Hosentasche, Rucksack...). Ich achte auch darauf, keine großen Geldscheine, sondern eher Kleingeld mit mir zu führen.

4.     Ein defektes Handy muss nicht in den Müll wandern. Es kann mir immer noch im Falle eines žRacketingœ von Nutzen sein, indem ich es den Tätern aushändige und sie drauf aufmerksam mache, dass mein Handy soeben gefallen ist und nicht mehr funktioniert.

5.     Am Bahnhof oder an der Bushaltestelle bleibe ich nicht abseits stehen. Ich stelle mich zu Mitreisenden.

6.     Den Schulweg lege ich nicht alleine zurück, sondern in einer Gruppe von Freunden oder Mitschülern.

7.     Wenn ich mich bedrängt fühle, suche ich Hilfe bei Passanten oder begebe mich in das nächstgelegene Geschäft / Bank / Post / Schule ... und bitte dort um Hilfe oder Verständigung der Polizei.

8.     Ich gehe nicht auf Provokationen ein.

Was tun, wenn ich Opfer einer Gewalttat werde?

1.     Ich benutze keine Waffen und führe auch keine mit!!! GEWALT IST INTERAKTIV!!! Durch den Einsatz von Waffen kann die Situation eskalieren und außer Kontrolle geraten. Meine eigene Waffe könnte mir von den Tätern abgenommen und gegen mich selbst gerichtet werden! Außerdem mache ich mich mit dem Tragen einer Waffe selbst strafbar!

2.     Ich kann aber selbstbewusst auftreten, ohne zu provozieren oder den Helden zu spielen. Ich verwickle den Täter in ein Gespräch, um Zeit zu gewinnen.

3.     Ich rede laut, um andere auf meine Lage aufmerksam zu machen.

4.     Ich präge mir den Täter ein, um ihn später so genau wie möglich beschreiben zu können.

5.     Wenn sich mir die Möglichkeit bietet, laufe ich weg. Weglaufen ist KEIN Zeichen von Feigheit! Feige ist derjenige, der sich nur im Schutz der Gruppe an andere heranwagt!

6.     Wenn das rechtzeitige Weglaufen nicht möglich ist, schreie ich laut um Hilfe. Ich spreche gezielt Leute an (žSie da, mit der blauen Jackeœ) und bitte sie um Hilfe. Die direkte Ansprache erfordert eine Reaktion des Angesprochenen. Dies gilt auch in öffentlichen Transportmitteln (Zug/Bus). Ich wende mich konkret an den Fahrer/Schaffner oder an andere Mitreisende.

7.     Sollte ich in eine ausweglose Situation geraten sein, so gebe ich nach und händige den geforderten Gegenstand aus. Ich verständige dann aber umgehend die Polizei und wehre mich gegen diesen Angriff, indem ich gegen den oder die Täter Klage führe. Sollte ich mich nicht trauen, selbst die Polizei aufzusuchen, so bitte ich einen Freund oder eine Vertrauensperson (Eltern, Lehrer, Schulpförtner, Tante...) mich dorthin zu begleiten.

8.     Ich lasse mich durch die Androhung von Schlägen nicht davon abhalten, die Polizei zu verständigen! Die Täter drohen zumeist Schläge an aus Angst, ermittelt und für die begangene Tat zur Rechenschaft gezogen zu werden. Ein identifizierter Täter kann keinen Schaden mehr anrichten.

Was tun, wenn ich Zeuge einer Gewalttat wurde?

1.     Ich helfe, aber ohne mich in Gefahr zu bringen!

2.     Ich fordere andere direkt zur Mithilfe auf!

3.     Ich beobachte genau und merke mir den Täter!

4.     Ich organisiere Hilfe - Notruf 113!

5.     Ich kümmere mich um das Opfer!

6.     Ich stelle mich als Zeuge zur Verfügung!

 

GEMEINSAM GEGEN GEWALT!