1) Fahrzeug
1.1. Reifen
Wenn die Durchschnittstemperatur unter 7 Grad fällt, sollten Fahrzeuge auf Winter getrimmt werden.
Das fängt natürlich mit den Reifen an, d.h. mit den Teilen am Fahrzeug die Kontakt zur Fahrbahn haben.
Vor etwa 20 Jahren argumentierten die Fahrer, die weichen Winterreifen wären zu schwammig oder mit den groben Stollen zu unkomfortabel.
Heutzutage ist das völliger Unsinn:
Moderne Winterreifen unterscheiden sich in punkto Leistungs- und Geschwindigkeitsfähigkeit von guten Sommerreifen nur in Nuancen, bieten aber das entscheidende Plus auch bei Temperaturen unter 7 Grad noch ausreichend Antriebs- und Bremskräfte zu übertragen.
Sommerreifen verhärten bei Kälte und verlieren deutlich an Grip und Haftung.
Die Kosten für die Anschaffung von Felgen und Winterreifen stehen in keiner Relation zu den Summen, die schon nach kleinen Blechschäden anfallen, wenn Sommerreifen witterungsbedingt versagen.
Bsp. Kommt auf schneebedeckter Fahrbahn ein Fahrzeug mit Winterreifen aus nur 50 km/h nach etwa 36 Meter Bremsweg zum Stehen, rutscht ein sommerbereiftes Auto noch glatte 8-10 Meter weiter. Elektronische Helfer wie ABS oder ESP nützen dann auch nichts mehr, da sie im Ernstfall nur funktionieren, wenn sie genügend Kraft auf die Strasse übertragen können und das ist eben nur mit Winterreifen möglich. Also im Winter sind Sommerreifen ein Sicherheitsrisiko.
Geizkragen, welche die Umrüstkosten halbieren und nur Winterreifen auf die Antriebsachse montieren z.b. bei Frontantrieb auf die Vorderachse kommen bei Schnee zwar den Berg hoch, werden aber bei der Fahrt ins Tal ihr blaues Wunder erleben: in der ersten Kurve werden sie von ihrem Heck überholt.
Hecktriebler mit Winterreifen auf der Hinterachse und Sommerreifen auf der Vorderachse fahren dann bergab immer nur geradeaus.
Mit Vierradantrieb kommst du überall hin,,,, mit Sommerreifen!!!! Vielleicht???? Aber bergab im Schnee wird ein Vierradantrieb mit Sommerbereifung zu einem unkontrollierbaren Schlitten.
Also gilt nur ein Moto: Ob Front-, Heck- oder Vierradantrieb, im Winter gehören vier Winterreifen auf das Fahrzeug.
Ein Winterreifen muss die Bezeichnung žM+Sœ an den Seitenwänden aufweisen. Fehlt diese Bezeichnung, ist er nicht als Winterreifen zugelassen.
Des weiteren muss er eine Mindestprofiltiefe von 4 Millimeter aufweisen.
Achtung bei Geländewagen!
Auch Off-Roader müssen im Winter auf žM+Sœ-Reifen umrüsten. Ein grobstolliger Geländereifen ohne žM+Sœ-Bezeichnung kann bei niedrigen Temperaturen ernsthafte Probleme beim Bremsen aufweisen.
Ganzjahresreifen verschiedener Hersteller tragen eine Bezeichnung žM+Sœ. Diese Reifen sind žbedingt zulässigœ für den Wintereinsatz, aber abzuraten bei Fahrten in Alpenregionen.
1.2. Kühlwasser
Kühlwasser in einer Werkstatt überprüfen lassen. Es muss in unseren Breitengraden bis minimum Minus 25 Grad frostsicher sein (Achtung bei Fahrten in den hohen Norden, resp. Bei Fahrten in die Alpen)
1.3. Waschanlage
Genügend Additive beimischen bis -25 Grad frostsicher.
1.4. Türschlösser und Gummidichtungen
Die Türschlösser sind mit Grafit oder anderen frosthemmenden Mittel (erhältlich im Fachhandel) zu behandeln.
Die Gummidichtungen der Türen + Kofferraum mit Spezialtalg oder Fett einreiben (gegebenenfalls auch Vaseline), damit sie nicht zufrieren.
1.5. Batterie
Eine neue moderne Kfz-Batterie hat bei Minus 20 Grad nur noch die Hälfte seiner Wirkung, also vor Wintereinbruch Batterie kontrollieren.
1.6. Praktische Helfer
1. Karton, Folie: Abends auf der Frontscheibe befestigen erspart das Eiskratzen am folgenden Morgen.
2. Eiskratzer
3. Eisspray
4. Besen
5. Schneeketten
6. Schaufel